KAPITEL 3: BEITRITT

Artikel 3.1 Versicherte Personen
Alle Angestellten sind gemäss diesem Reglement ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres versichert.
Nicht versichert sind jedoch:
1) Angestellte, deren jährlicher berücksichtigter Lohn im Sinne von Artikel 3.5 (Jährlicher, berücksichtigter Lohn) weniger als 75 Prozent der maximalen AHV-Rente beträgt,
2) Angestellte, die für weniger als 3 Monate angestellt wurden,
3) Angestellte, die das Schlussalter erreicht haben, vorbehaltlich der Bestimmungen von Artikel 5.5 (Aufschub der Pensionierung: Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach dem Erreichen des Schlussalters),
4) zu mindestens 70 Prozent invalide Angestellte im Sinne der IV,
5) Angestellte mit einer Nebentätigkeit, die im Rahmen des BVG für eine hauptberufliche Erwerbstätigkeit bereits versichert sind oder die eine selbständige, hauptberufliche Erwerbstätigkeit ausüben,
6) auf ihr Gesuch hin, Angestellte, die in der Schweiz keine Tätigkeit ausüben oder deren Tätigkeit in der Schweiz nicht dauerhaft ist und die im Ausland über eine ausreichende Vorsorgedeckung verfügen.
Vorbehalten bleiben die Bestimmungen über die Koordination der Sozialversicherungssysteme zwischen der Schweiz, der Europäischen Union und der Europäischen Freihandelszone.
Die Stiftung übernimmt keine freiwillige Zusatzversicherung für die von anderen Arbeitgebern ausgerichteten Löhne.

Artikel 3.2 Beginn der Risikodeckung
Die Risiken Tod und Invalidität sind ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres des Versicherten gedeckt.
Das Altersrisiko ist ab 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahres des Versicherten gedeckt.

Artikel 3.3 Beginn und Ende der Versicherung
Die Versicherung tritt am 1. Tag des Arbeitsverhältnisses in Kraft.
Wird ein Arbeitnehmer vom Unternehmen für die Dauer von 3 Monaten oder weniger angestellt und das Arbeitsverhältnis anschliessend für die Dauer von mehr als 3 Monaten verlängert, tritt die Versicherung mit dem Tag, an dem die Verlängerung des Arbeitsverhältnisses vereinbart wird, in Kraft.
Die Versicherung erlischt mit der Auflösung des Arbeitsverhältnisses.
Der Versicherte, der vorzeitig aus dem Unternehmen austritt, geniesst weiterhin die Deckung, die ihm für die Risiken Tod und Invalidität garantiert wurde, bis er bei einem neuen Arbeitgeber eintritt, längstens jedoch bis einen Monat nach dem Erlöschen der Versicherung.

Artikel 3.4 Gesundheitsvorbehalte
Wenn der Versicherte beim Beginn der Versicherung oder bei der Erhöhung der von der Stiftung versicherten Leistungen im Todes- oder Invaliditätsfall nicht vollständig erwerbsfähig ist, hat er die Stiftung unverzüglich darüber zu informieren.
Eine solche Meldung muss vor allem erfolgen, wenn der Versicherte IV-Leistungen bezieht oder bei der IV einen Leistungsantrag gestellt hat, wenn der Versicherte Taggelder der Kranken- oder der
Unfallversicherung bezieht oder wenn er aus medizinischen Gründen ganz oder teilweise erwerbsunfähig ist.
Die Stiftung oder ihr Versicherer kann vom neuen Versicherten verlangen, dass er einen Gesundheitsfragebogen ausfüllt und sich auf ihre Kosten bei einem von ihnen ausgesuchten oder anerkannten Arzt einer medizinischen Untersuchung unterzieht.
Der Arzt kann sich auf die medizinischen Akten des Versicherten stützen.
Wenn aus dem Gesundheitsfragebogen oder der ärztlichen Untersuchung hervorgeht, dass erhöhte Risiken bestehen, können die Stiftung und der Versicherer schriftlich einen oder mehrere neue Vorbehalte in Bezug auf den Teil der Risikoleistungen festhalten, welche diejenigen übersteigen, die beim Beitritt in die Stiftung entsprechend der Freizügigkeitsleistung gedeckt waren.
Allfällige medizinische Vorbehalte der früheren Vorsorgeeinrichtungen des Versicherten innerhalb der letzten 5 Jahre vor seiner Aufnahme in die Stiftung, über die er die Stiftung gemäss Artikel 4.1 (Pflichten des neuen Versicherten) von sich aus informieren muss, gelten während der
Mitgliedschaft des Versicherten bei der Stiftung weiterhin.
Die vorstehenden Absätze sind analog auf jegliche Erhöhung der von der Stiftung versicherten Leistungen im Todes- oder Invaliditätsfall anwendbar, namentlich infolge einer Erhöhung des jährlichen berücksichtigten Lohnes (Artikel 3.5), von Einkäufen des Versicherten (Artikel 6.3 und Artikel 6.4) oder des Unternehmens (Artikel 6.5), einer Verteilung des freien Stiftungsvermögens (Artikel 6.6), einer Rückzahlung bezogener Mittel zum Erwerb von Wohneigentum (Artikel 5.21), eines Wiedereinkaufs nach einer Scheidung (Artikel 5.22), einer Reglementsänderung (Artikel 7.5) usw.
Vorbehalte gelten während höchstens 5 Jahren, wobei die Zeit von Vorbehalten, die betreffend die gleiche Ursache bei vorherigen Vorsorgeeinrichtungen allenfalls bereits bestanden, angerechnet wird.
Wenn der Versicherte während der Vorbehaltsdauer erwerbsunfähig wird oder stirbt, werden die Invaliden- oder Hinterlassenenleistungen, deren Ursache Gegenstand des Vorbehalts war, auf die BVG-Mindestleistungen gekürzt.
Die Kürzung bleibt über die restliche Vorbehaltsdauer hinaus sowie bis zum definitiven Erlöschen des Leistungsanspruchs bestehen.
Wenn der Versicherte die Stiftung bei seiner Aufnahme in die Stiftung oder bei der Erhöhung der Leistungen nicht über seine eingeschränkte Erwerbsfähigkeit informiert oder wenn er die Fragen zu seinem Gesundheitszustand ungenau oder unvollständig beantwortet hat, richtet die Stiftung nur die BVGMindestleistungen aus. Sie informiert den Versicherten über die definitive Kürzung der Leistungen innerhalb von 6 Monaten, nachdem sie von den Fakten Kenntnis erlangt hat, welche die Kürzung begründen.

Artikel 3.5 Jährlicher, berücksichtigter Lohn
Unter dem jährlichen, berücksichtigten Lohn im Sinne dieses Reglements ist der jährliche Grundlohn zu verstehen.
Gratifikationen, Prämien, Boni und ähnliche Leistungen sowie zeitweilige Lohnbestandteile wie Zulagen bei Heirat, Geburt, Überstunden, Sonderprämien für Spezialarbeit, die mit bestimmten Nachteilen oder Belastungen einhergeht (Sonntag, Nacht, Reiseweg usw.), fliessen bei der
Bestimmung des jährlichen berücksichtigten Lohns nicht ein.
Für Angestellte mit unregelmässigem Salär oder unregelmässiger Arbeit legt das Unternehmen den jährlichen berücksichtigten Lohn fest:
1) Beim Beitritt zur Stiftung: pauschal, auf der Basis des jährlichen berücksichtigten Durchschnittslohns der entsprechenden Arbeitskategorie.
2) Später: auf der Basis des letzten jährlichen berücksichtigten Lohns unter Berücksichtigung der bei der Festsetzung des neuen jährlichen berücksichtigten Lohns bereits vereinbarten Änderungen.
Der jährliche, berücksichtigte Lohn wird am Tag des Beitritts zur Stiftung und danach an jedem 1. Januar bestimmt.

Artikel 3.6 Versicherter Lohn
Der versicherte Lohn dient als Grundlage für die Berechung der versicherten Leistungen und der Beiträge.
Der versicherte Lohn entspricht dem jährlichen, berücksichtigten Lohn abzüglich eines Koordinationsbetrags, der 7/8 der maximalen AHV-Rente entspricht.
Der versicherte Lohn wird ab 1. Januar 2006 nach Artikel 79c BVG begrenzt.
Der versicherte Lohn eines Versicherten, der eine IV-Teilinvalidenrente bezieht, wird aufgrund seines jährlichen, berücksichtigten Lohns für eine Vollzeitbeschäftigung berechnet und anschliessend entsprechend dem Invaliditätsgrad reduziert.
Liegt der versicherte Lohn unter 1/8 der maximalen AHV-Rente, so wird er auf diesen Betrag aufgerundet.
Eine Änderung des versicherten Lohns, die nach dem Eintritt eines Versicherungsfalls (Tod, Beginn der Erwerbsunfähigkeit) erfolgt wäre, wird bei der Berechnung der geschuldeten Leistungen für diesen Versicherungsfall nicht berücksichtigt.


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